Hier der entsprechende Artikel aus der SZ vom Montag, den 25.03.2013:

Zitat:

Rosenthal-BielatalMontag, 25.03.2013

Bürger stimmen gegen Königstein

Der Bürgerentscheid endet mit einer klaren Mehrheit gegen die Eingliederung der Gemeinde Rosenthal-Bielatal in die Stadt.

 

 

Rund 1400 wahlberechtigte Rosenthaler und Bielataler waren am Sonntag aufgerufen zu entscheiden, ob ihre Kommune ein Ortsteil der Stadt Königstein werden oder weiterhin selbstständig bleiben soll.

Das Votum ist eindeutig. 1011 Bürger von Rosenthal und Bielatal beteiligten sich an dem Bürgerentscheid. Dabei stimmten 776 Einwohner gegen die „freiwillige Eingliederung der Gemeinde Rosenthal-Bielatal in die Stadt Königstein“. So war es auf den Stimmzetteln formuliert. Lediglich 231 Wähler waren für die Eingliederung. Vier Stimmen waren ungültig. Der Bürgerentscheid wurde demnach ablehnend entschieden, teilte die Gemeindeverwaltung Rosenthal-Bielatal gestern Abend mit.

Das Thema war in der Öffentlichkeit derart umstritten, dass sich selbst Insider keine Prognose über den Ausgang des Bürgerentscheids zutrauten. Die Debatte über die Frage der Eingemeindung hatte im vergangenen Jahr mit einer im Ton recht sachlichen Bürgerversammlung in Rosenthal ihren Anfang genommen. Zunächst wollte der Gemeinderat die Schicksalsfrage allein entscheiden, eine Initiative um den Rosenthaler Peter Tschirch setzte jedoch mit einer Unterschriftensammlung einen Bürgerentscheid durch. Das dafür nötige Quorum wurde mühelos erreicht. Die für Anfang Januar geplante Eingemeindung musste verschoben werden. Einige strittige Punkte im Eingemeindungsvertrag wurden noch einmal nachverhandelt.

Ungeachtet dessen lud sich die Debatte über das Thema immer mehr auf. Eine zweite Bürgerversammlung, in der sich Tschirch, der zunächst verlauten ließ, mit dem Bürgerentscheid sein Ziel erreicht zu haben, schließlich öffentlich zum Sprachrohr der Eingemeindungsgegner erklärte, verlief nur noch teilweise sachlich. Zuletzt glich die Auseinandersetzung in der Gemeinde einem unversöhnlichen Lagerkrieg, der schließlich in einer von beiden Seiten populistisch geführten Flugblatt-Schlacht gipfelte. (SZ/hla)

Zitat Ende